100 Jahre Kunst der Moderne noch bis 11.4. im Karlsruher ZKM

Osterausflugstipp Kunstausstellung just what is it ... aus privaten Sammlungen in Baden-Württemberg zum Jubiläum 10 Jahre Museum für Neue Kunst im ZKM

01.04.10

Karlsruhe / Marbach am Neckar - Am vergangenen Wochenende haben über 2000 Menschen die Ausstellungen im ZKM besucht. Zu Ostern erwartet das ZKM einen erneuten Besucheransturm, insbesondere auf die Ausstellung „just what is it ...“ die nur noch bis zum 11. April zu sehen ist. Auf allen drei Etagen werden im ZKM | Museum für Neue Kunst bedeutende Kunstwerke aus baden-württembergischen Privatsammlungen gezeigt: vom Expressionismus bis zu Picasso, von Baumeister oder Schlemmer bis zu Wols, von Pollock bis Rothko, von Warhol und Beuys bis zu Baselitz, Kiefer, Kippenberger und Rehberger.

Mit der groß angelegten Jubiläumsschau „just what is it ...“ feiert das ZKM 10 Jahre Museum für Neue Kunst in den Lichthöfen 1 und 2 des Hallenbaus. Idee und Konzeption zur Ausstellung stammen von Götz Adriani, der auf Einladung des ZKM-Vorstands Peter Weibel die Schau kuratierte. Die Ausstellung wird am 4. Dezember 2009 im Beisein von Ministerpräsident Oettinger eröffnet.

Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens des Museum für Neue Kunst im ZKM Karlsruhe werden über 100 Jahre Kunst vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts anhand von hochkarätigen Hauptwerken aus baden-württembergischem Privatbesitz dokumentiert, um so wichtige Entwicklungslinien der Moderne und Postmoderne bis hin zur Gegenwart aufzuzeigen. Im Sinne eines „musée imaginaire“ wird das Museum für Neue Kunst somit zu einem Ort, der einen opulenten Überblick über die Strömungen und Tendenzen vom ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts bis heute ermöglicht – ein durchaus ungewohnter Anblick im Museum für Neue Kunst, der besonders reizvoll ist. Viele der gezeigten Arbeiten sind erstmals im öffentlichen Raum zu sehen, darunter die raumgreifende Installation „Méta-Maxi“ (1986) von Jean Tinguely aus der Daimler Kunst Sammlung.

„In Baden-Württemberg befindet sich eine bundesweit einmalige Dichte an privaten Sammlerpersönlichkeiten und Sammlungen, deren Bestände in ihrer Qualität und Quantität außergewöhnlich sind. Unser Land darf sich glücklich schätzen, dass sein Kunst- und Kulturleben in so hervorragender Weise durch private Sammler, Sponsoren und Mäzene unterstützt wird. Dem ZKM gratuliere ich zu dieser Ausstellung und zu seiner gedeihlichen Partnerschaft mit den Sammlern“, erklärte Ministerpräsident Günther H. Oettinger anlässlich der Ausstellungs-eröffnung.

„Wir sind hier am ZKM in der glücklichen Lage auf 7.750 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Kunstschätze aus den privaten Sammlungen in Baden-Württemberg zeigen zu können, 123 Weltkünstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Damit profitieren unsere Besucher von der ungeheuren Dichte an qualitätvollen Kunstsammlungen in diesem Bundesland.“, so Peter Weibel, Vorstand des ZKM.

Erfreut zeigte sich auch Götz Adriani, der Kurator der Ausstellung: „Ich freue mich sehr, dass ich genau 10 Jahre, nachdem ich das Museum für Neue Kunst in den Lichthöfen 1 und 2 eröffnet habe, hier eine derart opulente Schau, die über 100 Jahre Kunst der Moderne umfasst, kuratieren konnte. Nicht nur die Fülle von wirklich herausragenden Werken ist überwältigend sondern es überzeugt die Qualität der einzelnen Arbeiten, die darüber auch Zeugnis ablegen von dem Kunstsinn der in Baden-Württemberg ansässigen Sammler.“

Am 4. Dezember 1999 wurde das Museum für Neue Kunst durch Götz Adriani im ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe mit dem Ziel eröffnet, bedeutende private Kunstsammlungen des Landes Baden-Württemberg zu präsentieren. Das ZKM nimmt das Jubiläum zum Anlass, eine Ausstellung zu realisieren, die verdeutlicht, dass sich – über das Engagement der bisherigen Partner des Museum für Neue Kunst hinaus – in Baden-Württemberg eine bundesweit einmalige Dichte an privaten Sammlerpersönlichkeiten und Sammlungen befindet. Nirgendwo sonst sind die privaten Sammlungen von der Klassischen Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst derart weitreichend angelegt und von einem solchen internationalen Renommee.

Die Qualität der gezeigten Kunst sowie der große zeitliche und räumliche Umfang der Ausstellung belegen den Anspruch der Schau, auch aus kulturpolitischer Sicht, als ein Höhepunkt des Kulturjahres 2009/2010 zu gelten. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg.

Titel
„just what is it ...“ ist der Anfang des Titels einer Inkunabel der Pop-Art: der berühmten Collage von Richard Hamilton aus dem Jahre 1956, die zum einen als Exponat in der Ausstellung zu sehen sein wird und etwa die Mitte des zeitlich umspannten Bogens markiert. Zum anderen dient der Titel „just what is it ...“ als Impuls für eine Sequenz von Assoziationen, die den Besucherinnen und Besuchern auf den unterschiedlichen Ebenen dieser Ausstellung ermöglicht werden.

Katalog
Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog im Hatje Cantz Verlag. Herausgeber: Götz Adriani und Peter Weibel
Autoren: Götz Adriani, Boris Groys, Gregor Jansen, Heinrich Klotz, Peter Sloterdijk, Wolfgang Ullrich, Peter Weibel u.a.
Der umfassende Jubiläumskatalog spiegelt das bundesweit einmalige Konzept der Ausstellung „just what is it ...“ wider und bietet darüber hinaus ein anschauliches Bild der unterschiedlichen Profile der einzelnen Sammlungen. Neben zahlreichen Abbildungen und einer Chronik des Museum für Neue Kunst, die das vielfältige Ausstellungsprogramm der vergangenen 10 Jahre auf eindrucksvolle Weise Revue passieren lässt, bieten verschiedene Essays sowohl einen Rückblick auf den Beginn des Museums als auch einen Ausblick: So werden einerseits grundlegende Gedanken aus der Gründungszeit des Museum für Neue Kunst aufgegriffen, andererseits werden einzelne Aspekte des Ausstellungskonzeptes und des Sammlungsbestandes in Baden-Württemberg beleuchtet. Darüber hinaus wird der Status quo der Kunst hinterfragt, Perspektiven der Kunstentwicklung von der Moderne bis hin zur Gegenwart umrissen und sich abzeichnende Zukunftstendenzen beleuchtet.

Ort
ZKM | Museum für Neue Kunst

Dauer
05.12.2009–11.04.2010

Öffnungszeiten
Das ZKM hat über Ostern geöffnet!
Karfreitag 02.04. 10-18 Uhr | Ostersonntag + Montag 04.+05.04. 11-18 Uhr
Museen: Mo, Di geschlossen | Mi - Fr, 10-18 Uhr | Sa - So, 11-18 Uhr geöffnet
Bibliothek, Mediathek: Mo geschl., Di - So 11-19 Uhr | Mo 05.04. 11-19 Uhr
Museumsshop: Mo, Di geschlossen | Mi - So 11-18 Uhr

Mehr Informationen im Internet unter www.zkm.de/justwhatisit

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