Lübeck ist auch ohne Weihnachtsmärkte eine Reise Wert
Historische Kirchen und Häuser, eine ganze Stadt als Museum und drei Nobelpreisträger mit eigenen Museen
25.11.09
Lübeck / Marbach am Neckar - Nach Lübeck zu kommen lohnt sich für das hier hergestellte und weltberühmte Marzipan, wegen seiner vielen Weihnachtsmärkte (
Familienklick.de berichtete), aber auch wegen seiner historischen Altstadt. Eine wunderbare Kulisse, die deshalb auch UNESCO-Weltkulturerbe-Status besitzt und sehr viel zu bieten hat, von beeindruckenden Kirchen, einem sagenhaften Blick vom Turm der St. Petrikirche, drei Museen, die an Nobelpreisträger der Stadt erinnern und zahlreiche historische Gebäude und Gänge.
Man fühlt sich in einem leibhaftigen Museum, wenn man in der Altstadt Lübecks spaziert. Die vielen kleinen Häuser, oft noch in originalem, wenn auch restauriertem Zustand vermitteln ein wenig von früherem Leben in deutschen Städten.
Man betritt die Altstadt vom Bahnhof kommend durch das Holstentor, dessen Absenkung ins Erdreich gut an der Fassade zu erkennen ist. Im inneren befindet sich das Museum Holstentor, in dem die Stadtgeschichte gezeigt wird.
Von der Wasserseite kommend erhebt sich die Altstadtinsel 18 Meter. Sieben Kirchen sind darauf errichtet; ganz im Osten der im Krieg stark beschädigte und wieder aufgebaute Dom mit zei Glockentürmen, fast daneben die katholische Probsteikirche Herz-Jesu, etwas nördlich davon die St. Ägidienkirche, direkt an der Fußgängerzone die inzwischen nicht mehr als Kirche genutzte St. Petrikirche mit einer sehr schönen Aussichtsplattform, direkt am Markt die ebenfalls mit zwei Türmen ausgestattete Kirche St. Marien, Sankt Katharinen und St. Jakobi mit der nationalen Gedenkstätte Pamir. Sechs dieser Kirchen sind evangelische Gotteshäuser der lutherischen Kirche Nordelbien.
Die Musikhochschule zwischen großer Petersgrube und Depenau ist aus einer Reihe alter Kaufmannshäuser gebildet worden und vermittelt noch sehr gut, die Art von Wohnung, Hof und Kontor, in das durchaus auch die Pferdewagen noch hineinfuhren um be- oder entladen zu werden.
Auch die drei Gebäude, die an die drei Söhne der Stadt, die mit einem Nobelpreis ausgezeichnet wurden sind in der Hinsicht beeindruckend. Das Willy-Brandt-Haus Lübeck ehrt den Friedensnobelpreisträger und früheren Bundeskanzler, im Buddenbrookhaus ist das Heinrich- und Thomas-Mann-Zentrum mit viel Einblick in Familie, Leben und Wirken der Lübecker Schriftsteller-Familie, nach der Machtergreifung auch in den USA und der Schweiz und das Günter Grass-Haus ist ein Forum für Literatur und Bildende Kunst und der Garten stösst an den des Willy-Brandt-Hauses.
Viel Geschichte, Kultur, Hanseatische Großzügigkeit, Kaufmännische Verantwortung für das Gemeinwohl und eine starke Verbindung mit der Seefahrt werden hier deutlich. Wir empfehlen unbedingt eine Führung durch die Stadt zu machen, da sich viele Kleinigkeiten bei der eigenen Durchwanderung kaum offenbaren. Und die Stadt kurz vor der Ostsee ist reich an solchen leicht zu übersehenden Zeugnissen des Lebens im Mittelalter und mit der Seefahrt.
Wir haben im Hotel Lindenhof ganz nah an der Altstadt und dem Hauptbahnhof gewohnt - der Hotelprospekt spricht von 3 Gehminuten. Es liegt in einer ruhigen Seitenstrasse, bietet schöne helle Zimmer, einen aufmerksamen Service, ein umfangreiches Früstücksbuffett, eine neue, schön angelegte Sauna zum Entspannen und sehr erfreulich (!) kostenloses WLAN auf dem Zimmer, für den, der auch seine Geschäfte pflegen muss. Weitere Hotels bis hin zu 5-Sterne-Häusern auch in Travemünde auf der Webseite von Lübeck Tourismus.
Mehr Informationen unter
www.luebeck.de,
www.luebeck-tourismus.de,
www.die-luebecker-museen.de und
www.lindenhof-luebeck.de.