Jugend forscht Bundessieger starten beim EU-Wettbewerb
21. European Union Contest for Young Scientists vom 11. bis 16. September 2009 in Paris
10.09.09
Paris / Hamburg / Marbach am Neckar - Vier Bundessieger von Jugend forscht werden Deutschland ab morgen beim 21. European Union Contest for Young Scientists in Paris vertreten. An dem Wettbewerb nehmen in diesem Jahr 137 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zwischen 14 und 20 Jahren teil. Die Jugendlichen aus 40 Ländern präsentieren in zehn Wettbewerbsdisziplinen insgesamt 88 Projekte, die von einer internationalen Expertenjury bewertet werden.
Die deutschen Teilnehmer konnten sich beim diesjährigen Jugend forscht Finale in Osnabrück für den EU-Wettbewerb qualifizieren. Steffen Strobel (20) aus Seeshaupt in Bayern präsentiert in der französischen Hauptstadt sein spezielles Infrarotsystem für den Einsatz in der Medizin, mit dem er im Mai 2009 den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit erringen konnte. Mithilfe einer selbst programmierten Software kann das Gerät unter der Haut liegende Venen in Echtzeit am Computerbildschirm sichtbar machen. Auf diese Weise können zum Beispiel Ärzte gezielter Spritzen setzen.
Ebenfalls in Paris dabei ist der aktuelle Bundessieger im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Julian Petrasch (17) aus Berlin entwickelte eine innovative Software, mit der sich die Position von Asteroiden im Weltall genauer bestimmen lässt als mit den gängigen Methoden.
Das deutsche Team komplettieren Karen Wintersperger (19) und Lucas Rott (18) aus Kassel. Die Nachwuchswissenschaftler beschäftigten sich mit selbst hergestellten Nano-Goldpartikeln. Durch die Analyse der Form dieser winzigen Teilchen und eine Modellrechnung vermochten sie allgemeine Aussagen über deren optische Eigenschaften zu formulieren. Beim 44. Bundeswettbewerb von Jugend forscht siegten sie im Fachgebiet Physik.
Den jungen Wissenschaftlern winken Preise im Gesamtwert von 28.500 Euro sowie Praktika und Forschungsreisen. Die diesjährigen Sieger werden am Dienstag, den 15. September 2009 in einer Feierstunde im Pariser Wissenschaftsmuseum Palais de la découverte ausgezeichnet.
Der European Union Contest for Young Scientists wird von der Europäischen Kommission veranstaltet. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern. Seit Gründung des Wettbewerbs 1989 ist Deutschland auf europäischer Ebene mit 19 ersten Preisen die erfolgreichste Nation.
Jugend forscht – Wir fördern Talente.
Über die Stiftung Jugend forscht e. V. mit Sitz in HamburgObwohl Jugend forscht den Begriff "Stiftung" im Namen führt, hat der Verein kein eigenes Vermögen. Die Arbeit der Geschäftsstelle wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und vom stern, dem Gründer des Wettbewerbs, zusätzlich unterstützt. Die Wettbewerbsfinanzierung übernehmen Patenunternehmen, Preisstifter und Förderer von Jugend forscht.
Der Verein fördert, wie in § 2 der Satzung der Stiftung Jugend forscht e. V. festgelegt, durch den Wettbewerb Jugend forscht sowie andere geeignete Maßnahmen das Interesse von Jugendlichen an wissenschaftlicher, hauptsächlich mathematisch-naturwissenschaftlicher und ingenieurwissenschaftlicher Forschung.
Schirmherr des Wettbewerbs ist der Bundespräsident. Ein Kuratorium, dessen Vorsitzende die Bundesministerin für Bildung und Forschung ist, steht dem Verein Stiftung Jugend forscht e. V. vor. Verein und Geschäftsstelle werden vom Vorstand, der von Geschäftsführerin und dem stellvertretenden Geschäftsführer gebildet wird, geleitet.
Mehr Informationen im Internet unter
www.jugend-forscht.de.