Peugeot erneut auf der Pole in Le Mans
77. Auflage des 24-Stunden-Rennens startet am morgigen Samstag um 15 Uhr
12.06.09
Le Mans / Ingolstadt / Saarbrücken / Marbach am Neckar – Am morgigen Samstag startet um 15 Uhr das diesjährige 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Es ist die 77. Auflage und wie in den letzten Jahren kommt es erneut zum Dieselwettstreit zwischen Audi und Peugeot. Beide stehen in der ersten Reihe, während Peugeot-Pilot Stéphane Sarrazin zwölf Minuten vor Ende des Qualifyings mit neuen Reifen einen Vorsprung von 0,762 Sekunden auf das Audi-Team von McNish mkt dem neuen R15 TDI herausfuhr und die Fahrer des vom Ingolstädter Werk unterstützten Audi Sport Teams Joest noch von der Pole auf den zweiten Startplatz verdrängte.
„Das ist ein tolles Ergebnis für das Team. Meine Teamkollegen Franck Montagny, Sébastien Bourdais und ich haben heute überwiegend am Renn-Set-up gearbeitet. Erst als wir damit zufrieden waren, haben wir versucht, die Trainingsbestzeit aufzustellen. Unser Ziel ist es nun, am Samstag erfolgreich zu starten und ein gutes Rennen zu absolvieren.“ kommentierte der Sieger des Qualifyings seine dritte Poleposition in Folge.
Insgesamt drei Audi-Teams mit dem neuen Prototypen R15 TDI starten unter den ersten 10 Fahrerteams von den Plätzen zwei, fünf und sechs; Peugeot hat mit seinem Modell 908 HDi FAP neben der Pole die Plätze 3 bis 5 im Qualifying erreicht und von den Plätzen acht bis zehn gehen Aston Martin-Teams ins Rennen.
Peugeot Sport Direktor Olivier Quesnel erklärte zur Leistung seines Teams: „Wir hatten heute noch viel Abstimmungsarbeit zu leisten. Daher habe ich Stéphane erst um 23:30 Uhr das grüne Licht für den Angriff auf die Pole-Position gegeben. Ich habe ihm gesagt, du hast nur drei Runden. Dass er dann fünf brauchte, war kein Problem. Es ist toll zu sehen, dass vier Peugeot 908 HDi FAP auf den ersten fünf Plätzen stehen. Das einzige was wirklich zählt, ist das Ergebnis am Sonntagnachmittag. Dennoch möchte ich Stéphane und der Mannschaft zu der guten Leistung im Qualifying gratulieren.“
Gegen Ende des ersten Qualifying-Abschnitts hatte Allan McNish auf seinem Audi R 15 TDI in allerletzter Sekunde einen Versuch mit frischen Reifen unternommen. Dabei legte er mit 3.23,650 Minuten eine Rundenzeit vor, an der sich die Konkurrenten im zweiten Abschnitt bis kurz vor Schluss die Zähne ausgebissen hatten. Nach mehreren Anläufen auf jeweils neuen Reifen gelang es Stéphane Sarrazin in seinem Peugeot 908 HDi FAP kurz vor Ende des Qualifyings, die Zeit von McNish um 0,762 Sekunden zu unterbieten.
"Für uns ging es heute ausschließlich darum, eine optimale Rennabstimmung zu erarbeiten und mit unserem neuen Fahrzeug möglichst viele Daten auf der Rennstrecke von Le Mans zu sammeln", erklärte Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. "Die Startpositionen sind bei einem 24-Stunden-Rennen nicht entscheidend für das Endergebnis. Dass es Allan (McNish) so ganz nebenbei trotzdem gelungen ist, in die erste Reihe zu fahren, zeigt, welches Potenzial der R15 TDI hat."
Die schnellsten zehn Fahrzeuge lagen am Donnerstagabend innerhalb von rund fünf Sekunden – so viel hatte im Qualifying im vergangenen Jahr den schnellsten Peugeot vom schnellsten Audi getrennt. Dieses Mal beträgt die Differenz auf der 13,629 Kilometer langen Strecke weniger als eine Sekunde. Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Le Mans, einer Mischung aus temporärer und dauerhafter Rennstrecke mit unterschiedlichem Asphalt werden Rundenschnitte von mehr als 230 km/h gefahren. Das ist natürlich nur möglich, wenn Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 300 km/h gefahren werden. Und das Wetter, insbesondere Regen wird ein entscheidender Faktor erneut sein.
Audi hat am Wochenende die Chance, den neunten Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans zu erzielen und in der ewigen Bestenliste des Rennens mit Ferrari gleichzuziehen.
Die ersten zehn Starter beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen von Le Mans1. Sarrazin/Montagny/Bourdais (Peugeot) 3.22,888 Min.
2. Capello/Kristensen/McNish (Audi) + 0,762 Sek.
3. Minassian/Lamy/Klien (Peugeot) + 1,972 Sek.
4. Boullion/Pagenaud/Treluyer (Peugeot) + 2,174 Sek.
5. Gene/Wurz/Brabham (Peugeot) + 2,364 Sek.
6. Luhr/Rockenfeller/Werner (Audi) + 2,892 Sek.
7. Bernhard/Dumas/Premat (Audi) + 4,218 Sek.
8. Charouz/Enge/Mücke (Aston Martin) + 4,292 Sek.
9. Davidson/Turner/Verstappen (Aston Martin) + 4,816 Sek.
10. Belicchi/Jani/Prost (Aston Martin) + 5,246 Sek.
Mehr Informationen unter
www.audi.de/motorsport und in englischer Sprache unter
http://www.peugeot-sport.com/en/home.html.
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