5000 Dollar für deutschen Jungforscher bei den Intel ISEF 2009

Jugend forscht Bundessieger auch international erfolgreich / 3 Mädchen gewinnen weltweit größten Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler

18.05.09

Hamburg / Reno, USA / Feldkirchen /Marbach am Neckar - Der deutsche Nachwuchswissenschaftler Thomas Nesch gewinnt einen 1. Preis bei der Intel International Science and Engineering Fair 2009 in den USA. Die drei ersten Plätzen belegten Schülerinnen aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Wettbewerb wird seit 1950 ausgetragen undd gilt als der bedeutendste internationale Schülerwettbewerb für Naturwissenschaften und Technik.

Bei der diesjährigen Intel International Science and Engineering Fair (ISEF) belegten die ersten Plätze die Schülerinnen Tara Adiseshan aus Charlottesville/Virginia, Li Boynton aus Houston/Texas und Olivia Schwob aus Boston/Massachusetts. An der ISEF nahmen 1.563 jungen Wissenschaftler aus 56 Ländern mit ihren Forschungsprojekte teil. Jede der Hauptgewinnerinnen erhält ein Stipendium der Intel® Foundation im Wert von 50.000 US-Dollar. Zudem freuen sich über 500 weitere ISEF-Teilnehmer über Stipendien und Preise für ihre wissenschaftlichen Projekte. So wurde an 19 “Best of Category”-Gewinner ein Preisgeld von 5.000 US-Dollar sowie ein neues Intel® Core™2 Duo Prozessor basiertes Notebook vergeben. Außerdem spendete Intel 1.000 US-Dollar für die Schulen der Gewinner sowie das jeweilige regionale ISEF-Event, aus dem die Gewinner hervorgingen. Für Deutschland konnte Thomas Nesch und für Österreich Christoph Wiesinger jeweils einen Grand Award mit nach Hause nehmen.

Die drei Hauptgewinnerinnen und ihre Arbeiten Tara Adiseshan (14 Jahre) erkannte und klassifizierte die evolutionären Beziehungen zwischen Schmalbienen und den in ihnen lebenden Fadenwürmern (Nematoden). Tara konnte beweisen, dass beide Tierarten so eng miteinander leben, dass sie sich gemeinsam fortentwickeln. Daraus folgt, dass eine neue Artenbildung bei Schmalbienen immer auch eine neue Art von Fadenwürmern nach sich zieht.

Li Boynton (17 Jahre) entwickelte einen Biosensor aus bioluminiszenten Bakterien (ein lebender Organismus, der Licht abgibt) für den Nachweis von Schadstoffen in öffentlichem Wasser. Diese Lösung ist kostengünstiger und einfacher anzuwenden als herkömmliche Biosensoren. Li hofft auf den Einsatz in Entwicklungsländern, um die dort herrschende Wasserverschmutzung einzudämmen.

Olivia Schwob (16 Jahre) isolierte ein Gen, mit dem sich die Intelligenz eines Wurms erhöhen lässt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung könnten dabei helfen, besser zu verstehen wie Menschen lernen und in Zukunft sogar geistigen Behinderungen vorzubeugen, diese zu behandeln oder gar zu heilen.

Die Finalisten der Intel ISEF werden jährlich aus über 550 weltweiten ISEF-Partner-Veranstaltungen ausgewählt – in Deutschland ist dies „Jugend forscht“, in Österreich „Jugend Innovativ“. Ihre Projekte werden dann vor Ort von insgesamt 900 Jury-Mitgliedern nahezu jeder wissenschaftlichen Disziplin evaluiert.

Die Grand Award Gewinner aus Deutschland und Österreich
In den insgesamt 17 wissenschaftlichen Kategorien werden die innovativsten Forschungsprojekte aus jeder Kategorie mit dem Grand Award ausgezeichnet.

Thomas Nesch (20 Jahre) aus Deutschland erhielt in der Kategorie „Electrical and Mechanical Scienes“ die Auszeichnung. Er entwickelte einen Sensor, der den Flüssigkeitsverlust an Schläuchen von Lackierrobotern etwa im Automobilbereich aufspüren kann. Weitere Infos zum deutschen Preisträger sind unter https://www.jugend-forscht.de/index.php/article/detail/11443 zu finden.

Nach Bundessieg jetzt auch internationale Preise für Thomas Nesch
Der Jugend forscht Sieger Thomas Nesch hat beim weltweit größten Wettbewerb für Nachwuchsforscher in Reno, Nevada einen mit 3.000 US-Dollar dotierten 1. Preis gewonnen. Bei der Siegerehrung der Intel International Science and Engineering Fair (ISEF) am vergangenen Samstag wurde der 20-jährige Jungforscher mit Preisen im Gesamtwert von 5.000 US-Dollar ausgezeichnet. Der bedeutendste internationale Schülerwettbewerb für Naturwissenschaften und Technik wird seit 1950 ausgetragen und ist mit Geldpreisen sowie Stipendien im Wert von insgesamt vier Millionen US-Dollar dotiert. In diesem Jahr nahmen 1563 Jugendliche aus 56 Ländern im Alter zwischen 14 und 21 Jahren teil.

Thomas Nesch von der Technischen Oberschule in Stuttgart überzeugte in den USA mit seinem selbst entwickelten Sensor, der den Flüssigkeitsverlust an Schläuchen von Lackierrobotern zum Beispiel im Automobilbereich aufspüren kann. Ein Jahr nach seinem Bundessieg bei Jugend forscht behauptete er sich mit seinem innovativen Projekt auch auf internationaler Ebene gegen starke Konkurrenz. Der Sensor des Nachwuchsforschers kann sowohl in explosionsgefährdeten Bereichen als auch in elektrostatischen Feldern, wie sie bei der industriellen Lackierung vorkommen, eingesetzt werden. Da er sehr klein ist, lässt er sich problemlos in die Köpfe von Lackierrobotern einbauen. Das zum Patent angemeldete System reagiert bereits auf sehr geringe Mengen und erkennt sogar zerstäubte oder transparente Flüssigkeiten. Kosten für die Beseitigung von Verunreinigungen und von Funktionsstörungen können damit verringert werden.

Die internationale Expertenjury zeichnet Thomas Neschs Erfindung mit dem 1. Preis im Fachgebiet „Electrical and Mechanical Engineering“ aus. Darüber hinaus gewann er den mit 1.000 US-Dollar dotierten 3. Preis der „International Society for Optical Engineering” sowie ein Stipendium des US-amerikanischen Energieunternehmens GE Energy in Höhe von 1.000 US-Dollar.

Aus Österreich gewann Christoph Wiesinger
In der Kategorie „Materials and Bioengineering“ konnte Christoph Wiesinger (20 Jahre) aus Österreich punkten. Sein Projekt für die berührungslose, kontinuierliche Messung des Restölgehalts auf Aluminiumbändern brachte ihm den Grand Award ein. Mehr Informationen zum österreichischen Preisträger sind unter http://www.jugendinnovativ.at/Satellite.aspx?35=37&109=2 finden.

Nach der Preisverleihung zeigte sich Thomas Nesch begeistert: „Die Auszeichnung ist eine große Ehre für mich. Ich bin wirklich sehr glücklich.“ Im Anschluss an die erfolgreiche USA-Reise wird der Preisträger wieder die Schulbank drücken, denn derzeit holt er sein Abitur nach. Zuvor hatte der junge Erfinder eine Ausbildung zum Mechatroniker bei der Daimler AG absolviert. Nach dem Abitur will er Elektrotechnik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg studieren.

„Das erfolgreiche Abschneiden von unserem Jugend forscht Bundessieger Thomas Nesch beweist, dass die Bundesrepublik über talentierte und leistungsstarke junge Forscher und Erfinder verfügt, die sich auch im internationalen Vergleich durchsetzen können“, sagt Dr. Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin der Stiftung Jugend forscht e. V.

Intel Bildungsinitiative
Intels Bildungsengagement erstreckt sich weit über die ISEF hinaus: In den vergangenen 10 Jahren hat das Unternehmen mehr als 1 Milliarde US-Dollar in Bildung investiert. Darüber hinaus brachten Intel Mitarbeiter bislang 2,5 Millionen Arbeitsstunden in Bildungsprojekte in 50 Ländern weltweit ein. Mehr über die Intel Bildungsinitiative ist unter www.intel.com/education zu finden.

Über Intel
(NASDAQ: INTC), das weltweit führende Unternehmen im Bereich Halbleiterinnovation, entwickelt Technologien, Produkte und Initiativen, um Leben und Arbeit der Menschen laufend zu verbessern. Weitere Informationen über Intel finden Sie unter www.intel.de und http://blogs.intel.com.

Weitere Informationen zu ISEF sind hier zu finden:
Blog-Updates: www.inspiredbyeducation.com
Twitter: www.Twitter.com/IntelISEF
Facebook: www.facebook.com/pages/Inspired-by-education/32855637280?ref=ts
und zu Jugend forscht e.V. hier im Internet unter: www.jugend-forscht.de





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