Europäische Fördergelder für benachteiligte Jugendliche
Iserlohner Projekt Quantensprung zur Hauptschülerqualifizierung kann damit ausgeweitet werden
17.10.08
Iserlohn / Marbach am Neckar - Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt der Stadt Iserlohn für den Zeitraum bis Ende August 2009 rund 290.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) zur Verfügung, um Schulverweigerer und besonders benachteiligte Jugendliche zu fördern.
Der ESF ist einer der Strukturfördertöpfe der Europäischen Union und dient der Umsetzung der Europäischen Beschäftigungsstrategie. Aufgabenschwerpunkt des ESF ist es, Arbeitslose, berufliche Wiedereinsteiger und junge Menschen mit minder qualifizierten Schulabschlüssen fit für den Arbeitsmarkt zu machen.
An dieser Stelle setzt auch die Unterstützung von Schulverweigerern und benachteiligten Jugendlichen an. Durch eine passgenaue individuelle Unterstützung durch so genannte Case-Manager werden die Chancen von Jugendlichen auf einen Schulabschluss und eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle gesteigert. Um die Zahl der Schulverweigerer zu verringern und die Integration von Jugendlichen ins Berufsleben zu verbessern, entwickeln die Case-Manager einen individuellen Förderplan und begleiten und betreuen die Jugendlichen.
In Iserlohn sitzen die Case-Manager in der städtischen Kompetenzagentur bzw. in der Koordinierungsstelle Schulverweigerung, so die offiziellen Namen der Stellen. Die Kompetenzagentur und die Koordinierungsstelle Schulverweigerung sind Bestandteil des Projektes “Quantensprung”. Das Projekt wurde im städtischen Ressort Finanzen, Jugend und Schule entwickelt und bietet Jugendlichen in Zusammenarbeit mit der Schule und den Eltern eine individuelle Förderung an.
Die ESF-Mittel werden im Rahmen des Bundesprogramms “Jugend und Chancen - Integration fördern” vergeben. Das Programm läuft vorerst drei Jahre. “Ich hoffe sehr, dass wir auf Grundlage einer erfolgreichen Arbeit in den kommenden Jahren eine entsprechende Anschlussförderung erhalten,” so Europabeauftragter Matthias Quaschnik. So kann die Stadt die Anstrengungen, die sie seit 2007 zur Förderung des Übergangs von der Schule in den Beruf durch das Projekt “Quantensprung” unternimmt, noch ausweiten.
Über Quantensprung haben wir
hier auf Familienklick.de bereits berichtet und weiterführende Informationen gibt es auf
www.iserlohn.deWERBUNG