G DATA Security-Warnung sieht Cybergangster Google mißbrauchen
Mit ergaunerten Google AdWords-Zugangsdaten Geschäfte machen und Schadsoftware noch leichter verbreiten
01.07.08
Bochum / Marbach am Neckar - G Data warnt heute vor einer neuen Masche mit der derzeit Internetkriminelle versuchen die Trefferquote für die Verbreitung Ihrer Schadsoftware zu erhöhen. Der Server dazu steht in China.
Unter dem Vorwand, eine Abbuchung zur Bezahlung von Anzeigen-Einblendungen sei fehlgeschlagen, sollen potenzielle Opfer auf eine nachgemachte, auf einem chinesischen Server gehostete Login-Seite gelockt werden und dort Ihre Zugangsdaten für das Google AdWords-System eingeben.
Mit den erbeuteten Zugangsdaten können die Cybergangster auf Kosten der Opfer Anzeigen bei Google AdWords schalten, die bei Eingabe bestimmter Schlüsselwörter an prominenter Stelle neben den Suchergebnissen erscheinen und natürlich die AdWords-Kosten damit für den echten Nutzer ohne einen tatsächlichen Nutzen für ihn zusätzlich in die Höhe treiben.
Diese Anzeigen würden dann auf Webseiten verweisen, die per sogenanntem Drive-by-Download (Infektion des Rechners "im Vorbeigehen") weitere Opferrechner infizieren können.
Durch geschickte Auswahl populärer Suchbegriffe erhalten die Angreifer somit eine attraktive Möglichkeit zur weitläufigen anonymisierten Streuung Ihrer Schadsoftware.
Das aktuelle Beispiel zeigt deutlich, dass es Cyberkriminelle auf mehr als nur Banking- und Kreditkartendaten abgesehen haben. Sie versuchen mittlerweile fast jegliche Form persönlicher Zugangsdaten unterschiedlichster Art abzufangen, um sie dann für ihre Zwecke.
Was sollten Anwender beachten?Familienklick.de und G Data raten: Anwender sollten beim Erhalt von Mails, die zur Eingabe von Zugangsdaten auffordern, besondere Vorsicht walten lassen. Darüber hinaus sollte beim Surfen immer ein HTTP-Filter aktiv sein, wodurch die frühzeitige Erkennung sowohl von Phishing-Seiten als auch von sprichwörtlichen Malware-Schleudern ermöglicht wird.
Mehr Informationen unter
www.gdata.deWERBUNG