Arbeitsplatzverluste durch fehlende Unternehmensnachfolger
Mehrere zehntausend Arbeitsplätze gehen jährlich durch gescheiterte Nachfolge bei kleinen Unternehmen verloren
24.10.06
In Deutschland gehen jährlich wesentlich mehr Arbeitsplätze bei kleinen und mittleren inhabergeführten Unternehmen verloren als bei großen Konzernen. Das berichtet die auf Unternehmenstransaktionen im kleinen und mittleren Segment spezialisierte targas AG in Frankfurt am Main nach dem Vergleich verfügbarer Marktinformationen mit eigenen Research-Daten.
Frankfurt am Main - Eine der wesentlichen Ursachen hierfür ist das häufige Scheitern der Übergabe vom Inhaber auf einen geeigneten Nachfolger. Stattdessen würden viel zu viele Unternehmen unnötig liquidiert oder müssten Insolvenz anmelden.
Im Jahr 2005 sind nach Angaben von Creditreform 563.000
Arbeitsplätze durch die Insolvenz von 37.900 Betrieben verloren
gegangen. Ein erheblicher Teil davon ist nach Berechnung der targas
AG auf ungelöste Unternehmensübergaben zurückzuführen. Jede zwölfte
Firma, die einen Nachfolger sucht, muss liquidiert werden, weil sich
kein Nachfolger findet, so der Deutsche Industrie- und
Handelskammertag (DIHK).
"Der Abbau von Arbeitsplätzen bei Großunternehmen wie BenQ oder
der Deutschen Telekom macht Schlagzeilen. Auf das tausendfache
heimliche Sterben von Unternehmen und Arbeitsplätzen bei kleinen
Unternehmen achtet kaum jemand", so Johann R. Schäfer, Vorstand der
targas AG.
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